Gemüsebrühe selber machen – Ab jetzt musst du nie wieder fertige Gemüsebrühe kaufen!

Gemüsebrühe selber machen ist viel einfacher, als du vielleicht denkst. Du brauchst frisches Gemüse, einen Mixer und etwas Geduld beim Trocknen. Am Ende hast du ein aromatisches Gemüsebrühpulver auf Vorrat, mit dem du Suppen, Eintöpfe und viele andere Gerichte verfeinern kannst.

Ganz ohne lange Zutatenliste und mit genau dem drin, was du selbst ausgewählt hast.


Dass ich mich heute so intensiv mit darmfreundlicher Ernährung beschäftige, hat einen sehr persönlichen Grund. Meine jüngste Tochter litt über zwei Jahre unter massiven Verstopfungen und Bauchschmerzen. Arzttermine, stuhlweichmachende Präparate und die Sorge um ihre Verdauung bestimmten lange unseren Alltag.

Als Mama wollte ich verstehen, warum ihr Bauch einfach nicht zur Ruhe kam.
Auf unserer Suche nach den Ursachen wurden schließlich Parasiten im Darm festgestellt. Es folgte eine intensive Zeit mit einer ganzheitlichen Begleitung, bei der wir auch ihre Ernährung und ihren Alltag in den Blick nahmen.

Heute hat meine Tochter keine Verstopfungen mehr. Diese Erfahrung hat uns als Familie geprägt und meine Leidenschaft für das Thema Darmgesundheit geweckt.


So sind wir Schritt für Schritt zu unserer heutigen glutenfreien, darmfreundlichen Ernährung mit möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln gekommen. Die Ernährungsumstellung war ein Baustein auf unserem Weg, gemeinsam mit der gezielten Behandlung.

Aus dieser Geschichte ist auch mein Blog Gesundes Familienessen entstanden. Hier möchte ich einfache Rezepte teilen, die dir zeigen, wie sich frisches Kochen im Familienalltag umsetzen lässt.
Seitdem ist es mir besonders wichtig, frische und unverarbeitete Zutaten in unsere Küche zu integrieren.

Und das beginnt oft bei den kleinen Dingen, die wir fast selbstverständlich verwenden. Zum Beispiel bei der Gemüsebrühe.

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Warum ich mein Gemüsebrühpulver selber mache.

Gerade für Suppen und Eintöpfe greift man gerne schnell zu einem fertigen Brühpulver. Klar, das ist praktisch. Und natürlich gibt es Gemüsebrühe auch glutenfrei. Aber hast du dir die Zutatenlisten schon einmal genauer durchgelesen?

Je nach Produkt findest du dort neben Gemüse beispielsweise viel Salz, Zucker, Stärke, Aromen oder Zusatzstoffe.

Ich mag es, wenn ich das ganz einfach selbst entscheiden kann. Mit diesem Rezept möchte ich dir zeigen, wie unkompliziert du dein Gemüsebrühpulver selber machen kannst. Die Zutaten bekommst du in jedem Supermarkt. Besonders günstig kann es werden, wenn du saisonal einkaufst oder vorhandenes Gemüse verarbeitest.

Das Schöne daran: Du bereitest einmal einen Vorrat vor und hast beim nächsten Kochen dein eigenes Suppenbrühpulver griffbereit. Ohne Schnickschnack und voller Gemüsegeschmack.

Gemüsebrühe selber machen: Diese Zutaten brauchst du:

– 1 Sellerieknolle
– 3 Karotten
– 4 Lauchzwiebelstangen
– 2 Zwiebeln
– 1 Knoblauchzehe
– 1 Bund Petersilie
– 5 Champignons
– 1 Tomate

Dazu kommen ein Hochleistungsmixer, Backpapier, je nach Gemüsemenge mehrere Backbleche und saubere, trockene Eiswürfelformen mit gefriergeeignetem Deckel.

Dieses Rezept kommt ohne zugesetztes Salz aus. Du kannst deine Suppen und Eintöpfe später nach deinem Geschmack salzen. Die aufgeführten Zutaten sind von Natur aus glutenfrei.

So einfach geht die Zubereitung:

1. Gemüse vorbereiten und grob schneiden.


Wasche das Gemüse und die Petersilie gründlich. Schäle die Sellerieknolle, die Zwiebeln und die Knoblauchzehe. Die Karotten kannst du bei einwandfreier Schale gründlich abbürsten oder ebenfalls schälen. Putze die Champignons, entferne die Wurzelenden der Lauchzwiebeln und schneide den Strunk der Tomate heraus.

Anschließend schneidest du alle Zutaten in grobe Stücke. Die zarten Petersilienstiele dürfen mit in die Mischung. Lass gewaschenes Gemüse und Kräuter gut abtropfen, damit nicht noch zusätzliches Wasser auf dem Backblech landet.

2. Alles im Mixer fein zerkleinern.


Gib die vorbereiteten Zutaten portionsweise in deinen Hochleistungsmixer und zerkleinere sie zu einer feinen, gleichmäßigen Gemüsemasse. Bei einer ganzen Sellerieknolle kommt einiges zusammen. Arbeite deshalb lieber in mehreren Durchgängen und beachte die maximale Füllmenge deines Geräts.

Vermische die einzelnen Portionen anschließend in einer großen Schüssel. So verteilen sich Gemüse und Kräuter gleichmäßig. Zusätzliches Wasser brauchst du dafür nicht: Die Masse soll möglichst wenig Feuchtigkeit enthalten, bevor sie in den Ofen kommt.

3. Gemüsemasse dünn auf Backbleche streichen.

Belege deine Backbleche mit Backpapier und streiche die Masse möglichst dünn und gleichmäßig darauf aus. Eine wenige Millimeter dünne Schicht trocknet besser als ein dicker Gemüseberg.

Verteile die Mischung bei Bedarf auf mehrere Bleche. Gerade bei einer großen Sellerieknolle reicht ein einziges Blech häufig nicht aus. Achte besonders in der Mitte darauf, dass die Schicht nicht dicker ist als am Rand.

4. Bei 90 Grad im Backofen trocknen.

Jetzt kommt die Gemüsemasse für ungefähr 7–8 Stunden bei 90 °C Umluft in den Backofen. Dabei wird sie getrocknet, nicht knusprig braun gebacken. Kontrolliere den Fortschritt zwischendurch. Bei mehreren Blechen kann es helfen, ihre Position gelegentlich zu tauschen.

Die Zeit ist ein Richtwert: Wie lange es tatsächlich dauert, hängt von deinem Backofen, der Schichtdicke und dem Wassergehalt der Zutaten ab. Beachte auch die Hinweise deines Ofenherstellers zum Trocknen und zum Entweichen der Feuchtigkeit.
Die Gemüsemasse muss komplett durchgetrocknet sein.

5. Zu feinem Gemüsebrühpulver mahlen.

Lass die vollständig getrocknete Gemüsemasse abkühlen und gib sie anschließend in deinen sauberen, trockenen Mixer. Nun mahlst du alles so fein, bis ein aromatisches Pulver entsteht. Und schon ist dein selbstgemachtes Suppenbrühpulver fertig! 

6. In Eiswürfelformen portionieren und einfrieren.

Ich fülle mein abgekühltes Gemüsebrühpulver in saubere, trockene Eiswürfelformen* (hier klicken) und bewahre es gut verschlossen im Gefrierfach auf. So kann ich beim Kochen genau die Menge entnehmen, die ich gerade brauche.
Besonders praktisch: Fülle in jedes Fach eine abgemessene Portion, beispielsweise zwei Teelöffel. Beschrifte die Form mit Inhalt, Portionsmenge und Einfrierdatum.

So verwendest du deine selbstgemachte Gemüsebrühe.

Das Gemüsebrühpulver passt wunderbar in eine wärmende Kartoffel-Möhren-Suppe, eine cremige Kürbissuppe oder einen bunten Gemüseeintopf. Auch Soßen und Gemüsepfannen kannst du damit abschmecken.

Als Ausgangspunkt kannst du etwa 1–2 Teelöffel auf 250 ml Wasser ausprobieren. Gib die benötigte Portion direkt aus dem Gefrierfach in den Topf, lass sie einige Minuten mitköcheln und schmecke anschließend ab. Je nachdem, wie kräftig du es magst und welche weiteren Zutaten im Topf sind, gibst du etwas mehr dazu. Salz ergänzt du separat nach Geschmack.

Mehr einfache Rezepte für deinen Familienalltag.

Für mich beginnt eine bewusste Ernährung mit solchen kleinen Veränderungen. Ein Vorrat an selbstgemachtem Gemüsebrühpulver im Gefrierfach macht dir das nächste Kochen ein wenig leichter. Du weißt, was drinsteckt, und kannst mit wenigen einfachen Zutaten richtig viel Geschmack auf den Teller bringen.

Wenn du dir noch mehr solche einfachen Rezepte wünschst, dann trag dich unbedingt in meinen Newsletter „Darmgeflüster“ ein. Jeden Freitag bekommst du tolle, unkomplizierte Rezeptideen für deinen Alltag – glutenfrei und mit frischen Zutaten.

Lass uns gemeinsam losgehen und unseren Familienalltag mit einer frischen, unverarbeiteten Ernährung noch gesünder gestalten. Schritt für Schritt und mit Freude am Kochen und Genießen.

Deine Carina

 

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